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Tode Sakugawa

Wieso Sakugawa?

Dieser große Meister der Kampfkunst bewegte unseren Sensei seit er Karate erlernte.

Sakugawa Shungo Sensei, Meister Shorin-Ryu ließ sich nie festlegen und legte sehr viel Wert auf die Einstellung seines Schülers.

Das Shorin-Ryu war sehr vom Shaolin Kung Fu geprägt - Vitalpunktstimulation und klebende Hände (Kaki / Chi Sao).

Der Shotokan Stil entwickelte sich später aus dem Shorin Ryu.

So verstehen wir unser Karate auch und nehmen noch die Shotokan Kata dazu - sein Geist begleitet uns und seine Dojokun!

Shoto = Pinienrauschen, der Künstlername des Meisters Funakoshi Gichin. Shotokan = Das Haus des Shoto.

Shotokan hat sich aus dem Shorin-Ryu entwickelt. Shorin-Ryu ("junge Waldschule") wird als Oberbegriff für die okinawanischen Kampfkünste der äußeren Stile.

Shorin ist die okinawanische Aussprache für Shaolin. Mit Shorin-Ryu bezeichnet man alle Stile unabhängig von ihrem Inhalt oder ihrem Ursprung aus Shuri (Shuri-te) oder Tomari (Tomari-te).

Den größten Einfluss erfuhren die Kampfkünste des Shorin-Ryu vom Shaolin quan-fa aus der chinesischen Provinz Fujiao (Fukien). Dies waren hauptsächlich die verschiedenen Kranichstile.

Zahlreiche Meister dieser Stile lebten auf Okinawa und unterrichteten ihren Stil. Die wichtigsten Inhalte waren das geheimnisvolle Buch Bubishi und die drei Kranichkata Happoren, Hakufa und Neipai.

Der verschlüsselte Inhalt dieser Kata waren die Griffe und Hebel des okinawanischen Karate, die Lehre der Vitalpunktstimulation (Kyushojutsu und Tuite), die Technik der klebenden Hände (Kakie) und die Systeme der Wiederbelebung (Kuatsu).

Diese Systeme werden weiterhin bis heut nur an ausgewählte und vertraunswürdige Personen (Uchi-deshi) weitergegeben.

Der erste bekannte Meister des Shorin-Ryu war Sakugawa. Er wurde am 5. März 1733 in Akate/Shuri unter dem Namen Teruya Kanga als Sohn einer einfachen Familie geboren.

Um 1750 begann er das Studium der Kampfkünste unter dem Mönch Takahara Peichin aus Akata, der ein Experte im Kobudo - insbesondere des Bo - war.

1756 wurde er als Schüler von Kushanku angenommen. Bei ihm blieb er sechs Jahre lang und lernte eine Variante der Kata Kushanku (Sakugawa no Kushanku) und übertrug diese in das Shuri-te Stilkonzept.

Für seine Verdienste für Okinawa erhielt Teruya Kanga den Adelstitel Sakugawa-Peichin. Er nannte sich seit dem Sakugawa.

Im Jahre 1762 starb Takahara und auf dem Sterbebett bat er Sakugawa den Beinamen Tode anzunehmen. Seit diesem Zeitpunkt nannte er sich Tode Sakugawa.

In Shuri gründete er eine Schule und legte damit den Grundstein für das sich wenige Jahre später entwickelte Shorin-Ryu. Er reiste mehrmals nach China, um seine Kunst dort zu vervollkommnen.

Dort wurde er nach alter chinesischer Tradition ausgebildet. Heute führt man darauf seine Auffassung der traditionellen Kampfkunstinhalte zurück und seine nachweisbare Betonung der inneren Kampfkunstinhalte.

Er hielt seine Kata geheim und lehrte sie erst, wenn er von der inneren EInstellung eines Schülers überzeugt war.

Sakugawa war gegen das Prinzip der Spezialisierung: "Ein Meister des Karate muss in allen Dingen des Lebens bewandert sein. Ein Spezialist ist jemand, der immer mehr von immer weniger versteht."

Man sagt, dass Tode Sakugawa der Begründer der okinawanischen Dojokun war. Diese Verhaltensregeln für Übende des Karate waren Jahrhunderte lang die wichtigste Stütze und Grundlage für die geistige Ausbildung.

Er nahm die Dojokun/Verhaltensregeln her, die auf den Mönch Bodhidarma (um 440 - 528 n. Chr.) zurückgehen.